Weltgebetstag

Wir feiern den Gottesdienst zum Weltgebetstag!

Der Weltgebetstag kommt dieses Jahr aus Vanuatu, einer Inselgruppe im Pazifik. Wir, Frauen und Männer aus den ev.-luth Gemeinden Seeleinsbühl-Leyh und Dreieinigkeit, sowie der röm. - kath. Gemeinde St. Anton (und weitere) bereiten den Gottesdienst vor. Wir werden ihn – so Gott will – am 30.07.2021 feiern, und zwar richtig!

Also bitte vormerken:
30.07.2021 Weltgebetstagsgottesdienst um 19.00 Uhr in der Epiphaniaskirche (ggf. auch draußen)

 

Zur Landeskunde:
Vanuatu ist ein kleines Land im Südpazifik. Nach der Unabhängigkeit von der französisch-britischen Kolonialherrschaft wurde die Republik 1980 gegründet.
Heute schwenkt Vanuatu stolz seine Flagge und zeigt das Wappen, auf dem jeder und jede lesen kann: «In God we stand», das heißt in etwa «mit Gott bestehen wir».

Vanuatus Kultur, die Sprachen, traditionelle Werte und Spiritualität haben ihre Wurzeln in der melanesischen Bevölkerung. Auch Minderheiten polynesischer Abstammung haben ihren Teil dazu beigetragen.

Die schwarzen und weißen Sandstrände, die Korallenriffe mit bunten Fischen, die schönen Vögel, die Früchte und Nüsse im Wald zeigen uns die unberührte Natur der Inseln. Oft werden sie jedoch von tropischen Stürmen, Erdbeben, Tsunamis und aktiven Vulkanen bedroht. Tropische Wirbelstürme gab's da schon immer. Aber bedingt durch den Klimawandel sind sie heute viel stärker als früher. Zyklon Pam zum Beispiel hat 2015 90% der Häuser auf Vanuatu zerstört und gilt als der stärkste jemals gemessene Wirbelsturm. Einige Menschen sind dabei sogar ums Leben gekommen. Und die, die überlebt haben, hatten nichts mehr, nur ungeheure Schäden, die sie gar nicht reparieren konnten. Die Kosten für den Wiederaufbau konnte Vanuatu nicht aufbringen und musste sich deshalb weiter verschulden. Dabei sind wir diejenigen, die diesen Klimawandel verursachen, z. B. durch unseren enormen Energieverbrauch. Aber wir kommen für diese Schäden nicht auf.

Jede Insel und jedes Dorf hatte früher ein eigenes Oberhaupt und eine eigene Regierungsform, eigene Götter und eine eigene Sprache. Die Häuser waren aus Baumstämmen erbaut, die mit Steinäxten gefällt wurden, und mit Palmblättern gedeckt. Frauen und Männer trafen sich im Farea, dem Dorfversammlungshaus, um wichtige Themen zu besprechen.

Genau darum geht's. Alle müssen sich einmischen, Frauen und Männer, Junge und Alte. Bei uns dreht sich doch nur noch alles um Corona und Wirtschaftskrise. Aber der Klimawandel darf nicht in Vergessenheit geraten. Wir müssen endlich etwas tun. Und von der Politik Veränderungen fordern. Dieses Jahr ist übrigens eine gute Gelegenheit: die Bundestagswahl steht an!